Das Ausstellungsprogramm 2021 der Neuen Galerie Gladbeck

Insgesamt vier Ausstellungen, die turnusmäßig wechseln, werden pro Jahr unter der Federführung von Ausstellungsplaner Gerd Weggel in der Neuen Galerie Gladbeck präsentiert. Dabei wird der inhaltliche Schwerpunkt auf qualitativ hochwertige zeitgenössische Kunst gesetzt sowie auf die Förderung hoffnungsvoller Talente aus den Meisterklassen der Kunstakademien.

Tim Eitel
19.03.2021 – 14.05.2021

Tim Eitel, o.T. (Graue Wände), courtesy EIGEN+ART

Seit fast zwanzig Jahren schafft Tim Eitel in seiner Malerei Analogien zur Realität, in denen er aus gesehenen und erlebten Situationen fiktive Parallelwelten konstituiert. Alles in seinen Bildern beruht auf Begegnungen, fotografisch festgehaltenen Objekten oder real existierenden Räumen, und auch die vereinzelt auftretenden Protagonisten sind häufig Bekannte oder Weggefährten des Künstlers. Eitels Bilder erzählen keine Geschichten, sondern präsentieren einen Moment, in dem kein davor und danach existiert. Gleichzeitig sind sie eine fortwährende Erforschung der Wahrnehmung von Raum, Licht und Zeitlichkeit und ein Ausprobieren der Möglichkeiten der Malerei, diese Elemente abzubilden.

Simone Lucas
28.05.2021 – 23.07.2021

Simone Lucas, Großer Weltentwurf, 2016, 170 x 200 cm

Simone Lucas kreiert mystische und geheimnisvolle Bildwelten, die Erinnerungen und Assoziationen hervorrufen, mit der realen Welt jedoch nur wenig gemein haben. Die Protagonisten sind meist junge Frauen und Kinder auf der Schwelle zum Erwachsenwerden. Sie begleiten uns durch zeit- und raumlose Szenerien, ohne den Betrachter anzusehen oder wahrzunehmen und sind Teil eines eigenen Kosmos, in dem sie lautlos, jedoch selbstverständlich agieren. Durch das Stilmittel Bild-im-Bild schafft Lucas gleich mehrere Realitätsebenen. Das Medium rückt ins Zentrum ihres Interesses und der Inhalt des Bildes dient als Zugang zum Verständnis der Malerei. – Linda Inconi-Jansen

Cornelius Völker
27.08.2021 – 22.10.2021

Cornelius Völker, Kuverts, 2019

Seit mehr als 25 Jahren erkundet Cornelius Völker alle erdenklichen Spielarten einer Malerei zwischen Konkretion und autonomer Setzung. Sein Werk spielt mit der Dialektik aus sinnlicher Unmittelbarkeit und abstrakter Formalisierung, aus konzeptioneller Stringenz und malerischer Auflösung, aus dem Blick auf die Kunstgeschichte und der konsequenten Präsenz seiner Motive im Gegenwärtigen. Die in allen Variationen erprobte Farbe bildet dabei die Gegenstände dieser Malerei ab, stellt sich zugleich aber stets selbst aus. Durch die gezielte Wahl von Größe, Perspektive, Komposition und Farbigkeit entschwindet das Motiv im Moment seiner Betrachtung und bleibt doch fassbar.

Justine Otto
05.11.2021 – 07.01.2022

Justine Otto, Tritec, 220 x 170 cm, Öl auf Leinwand, 2019 1

Justine Otto schafft eine künstliche Realität, die voll Härte und zugleich voll Ironie »den Nerv einer Gegenwart trifft, in der die Gegensätze eingeebnet sind oder explodieren« ( Jean-Christophe Ammann, 2011). Dafür erfindet die Künstlerin immer wieder neue, ganz eigene Metaphern und schafft symbolisch aufgeladene Requisiten. Es sind Inszenierungen, die Justine Otto als geschickte Regisseurin eines Panoptikums ausweisen, das Widersprüche zeigt, die sich klaren Bewertungen entziehen, die weder optimistisch noch rein pessimistisch stimmen. Vielleicht bedarf es dafür erst noch eines Begriffs: »Impossibilismus« könnte passen. – Prof. Dr. Martin Oswald

Die Gladbeck Editionen

Zu jeder Ausstellung gibt es eine vom jeweiligen Künstler/von der jeweiligen Künstlerin exklusiv für die Neue Galerie Gladbeck entworfene Edition. Während unserer Öffnungszeiten (in der Ausstellungszeit, Mi.-So. 15-20 Uhr) können Sie diese erwerben.

„Die Neue Galerie Gladbeck ist ein Solitär, der weit über die Region hinaus Strahlkraft entwickelt und Gladbecks Platz in der nationalen Kunstszene manifestiert hat.“

Gunnar Kettler 2020

„Zuverlässiger Spiegel der Gegenwartskunst“

Jens Dirksen WAZ, 2020

“Im Bereich der Gegenwartskunst eine echte Perle. Die städtische Neue Galerie in einer ehemaligen Bücherei überzeugt seit acht Jahren durch ein eigenwilliges, avanciertes Programm.“

Simone Sondermann DIE ZEIT, 2017

“Mit 'Constructed Landscapes' (2010), mit 'Windows on the world' (2010) oder auch mit 'Häuser und Schatten' (2012) hat das ambitionierte Haus seismographische Präsentationen gestemmt, weit über die Kunstlandschaft des Reviers hinaus wirksam.“

Claudia Posca KUNSTFORUM, 2016

“Mit avancierten Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst hat die Galerie auch außerhalb der Stadtgrenzen für Aufmerksamkeit gesorgt (...)“

Christiane Hoffmans DIE WELT, 2014