“Im Bereich der Gegenwartskunst eine echte Perle“

Thomas Scheibitz, Die Blendung des Richters
Thomas Scheibitz, Die Blendung des Richters
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Neue Galerie Gladbeck

Zwischen Peripherie und Zentrum – Grenzüberschreitung in und aus Gladbeck

Eine inhaltliche Umorientierung von lokaler und regionaler hin zu nationaler und internationaler zeitgenössischer Kunst gab es in Gladbeck schon seit Mitte der 90er Jahre. Ab dem Jahr 2000 dachte man bereits über eine Erweiterung der Räumlichkeiten in Form eines Anbaus nach. Doch von Seiten der Stadt Gladbeck, damals noch Betreiber der Galerie, wurde signalisiert, dass die finanziellen Mittel für die Aufrechterhaltung des Kulturbetriebes nicht mehr ausreichten. Aus diesem Grund wurde ein Trägerverein gegründet, der das ehrgeizige Projekt stemmen sollte. Die Vereinsarbeit und dessen jetzige Autonomie war ein stetiger Prozess: Vom Kuratieren über die Organisation, bis man letztendlich die Hardware selbst in die Hand nahm und den Neubau realisierte.

2006 schloss der Galeriebetrieb; Umbauplanung sowie Geldakquise setzte ein (neben privaten Geldern und städtischem Zuschuss wurden auch 50 gespendete Kunstwerke namhafter Künstlerinnen und Künstler versteigert). Auch vom Land NRW gab es eine Zuwendung, denn Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff war sowohl von dem bürgerlichen Engagement, wie auch von Inhalt und Struktur des Programms überzeugt.

Am Freitag, den 13. November 2009 öffnete die „Neue Galerie Gladbeck“ um 20 Uhr ihre Pforten: fast 350 Gäste drängten sich bei der Vernissage zusammen, um den neuen Raum und seine erste Ausstellung („Werner Pokorny. >schwarz<. Skulptur und Zeichnung“) in Augenschein zu nehmen. Neben den positiven Reaktionen der Zuschauerinnen und Zuschauer gab es ebenso lobende Worte vom Kulturstaatssekretär wie von Gladbecks Bürgermeister Ulrich Roland.

Ausstellende Künstlerinnen und Künstler waren bisher unter anderem: Eberhard Havekost, Cornelia Schleime, Albert Oehlen, Stella Hamberg, David Schnell, SEO, André Butzer, Pia Fries, Cornelius Völker, Tatjana Doll, Marcel van Eeden, Desireé Dolron, Thomas Scheibitz, Madeleine Boschan, Andy Hope 1930, Andrea Lehmann, Erwin Olaf, Angelika J. Trojnarski, Ruprecht von Kaufmann.

Die Neue Galerie Gladbeck wurde von der WELT AM SONNTAG für das beste Ausstellungsprogramm 2011 nominiert.

Ausstellungen

Insgesamt vier Ausstellungen, die turnusmäßig wechseln, werden pro Jahr unter der Federführung von Ausstellungsplaner Gerd Weggel in Gladbeck präsentiert. Dabei wird der inhaltliche Schwerpunkt auf qualitativ hochwertige zeitgenössische Kunst gesetzt sowie auf die Förderung hoffnungsvoller Talente aus den Meisterklassen der Kunstakademien.

Suchen, versuchen, sich auf den Weg machen, verändern – diese Attribute kennzeichnen das Konzept in den neuen Galerieräumen Gladbecks.

Die Gladbeck Editionen

Zu jeder der vier temporären Ausstellungen erscheint eine von den Künstlerinnen und Künstlern exklusiv für Gladbeck gefertigte Edition. Während unserer Öffnungszeiten (in der Ausstellungszeit, Mi.-So. 15-20 Uhr) können Sie diese erwerben.

Sponsoren

Der Verein der Freunde und Förderer der Galerie bedankt sich für die freundliche Unterstützung bei unseren Sponsoren. Um dem Prinzip der Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen, ist der Galerieverein auch in Zukunft auf Sponsoren für unsere Ausstellungen angewiesen.

Wenn Sie uns unterstützen wollen, setzen Sie sich gern mit uns in Verbindung.

Jetzt unterstützen

“Im Bereich der Gegenwartskunst eine echte Perle. Die städtische Neue Galerie in einer ehemaligen Bücherei überzeugt seit acht Jahren durch ein eigenwilliges, avanciertes Programm“

Simone Sondermann DIE ZEIT, 2017

“Mit avancierten Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst hat die Galerie auch außerhalb der Stadtgrenzen für Aufmerksamkeit gesorgt (...)“

Christiane Hoffmans DIE WELT, 2014