“Im Bereich der Gegenwartskunst eine echte Perle“

»Candida Höfer. Libraries: The Return«, Neue Galerie Gladbeck, 2020 © Hanne Brandt
»Candida Höfer. Libraries: The Return«, Neue Galerie Gladbeck, 2020 © Hanne Brandt
Thomas Scheibitz, Die Blendung des Richters
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Neue Galerie Gladbeck

Zwischen Peripherie und Zentrum – Grenzüberschreitung in und aus Gladbeck

Eine inhaltliche Umorientierung von lokaler und regionaler hin zu nationaler und internationaler zeitgenössischer Kunst gab es in Gladbeck schon seit Mitte der 90er Jahre. Ab dem Jahr 2000 dachte man bereits über eine Erweiterung der Räumlichkeiten in Form eines Anbaus nach. Doch von Seiten der Stadt Gladbeck, damals noch Betreiber der Galerie, wurde signalisiert, dass die finanziellen Mittel für die Aufrechterhaltung des Kulturbetriebes nicht mehr ausreichten. Aus diesem Grund wurde ein Trägerverein gegründet, der das ehrgeizige Projekt stemmen sollte. Die Vereinsarbeit und dessen jetzige Autonomie war ein stetiger Prozess: Vom Kuratieren über die Organisation, bis man letztendlich die Hardware selbst in die Hand nahm und den Neubau realisierte.

2006 schloss der Galeriebetrieb; Umbauplanung sowie Geldakquise setzte ein – neben privaten Geldern und städtischem Zuschuss wurden auch 50 gespendete Kunstwerke namhafter Künstlerinnen und Künstler versteigert. Auch vom Land NRW gab es eine Zuwendung, denn Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff war sowohl vom bürgerlichen Engagement, als auch vom Inhalt und der Struktur des Programms überzeugt. Am Freitag, den 13. November 2009 öffnete die „Neue Galerie Gladbeck“  ihre Pforten: weit über 300 Gäste drängten sich bei der Vernissage zusammen, um den neuen Raum und seine erste Ausstellung („Werner Pokorny. >schwarz<. Skulptur und Zeichnung“) in Augenschein zu nehmen. Neben den positiven Reaktionen der Zuschauerinnen und Zuschauer gab es ebenso lobende Worte vom Kulturstaatssekretär wie von Gladbecks Bürgermeister Ulrich Roland.

Ausstellende Künstler*innen waren bisher unter anderem: Eberhard Havekost, Cornelia Schleime, Albert Oehlen, Stella Hamberg, David Schnell, SEO, André Butzer, Pia Fries, Cornelius Völker, Tatjana Doll, Marcel van Eeden, Desireé Dolron, Thomas Scheibitz, Madeleine Boschan, Andy Hope 1930, Andrea Lehmann, Erwin Olaf, Rose Wylie und Henning Strassburger.

Ausstellungen

In einem turnusmäßigen Wechsel, werden insgesamt vier Ausstellungen pro Jahr in den Ausstellungsräumen des Vereins in Gladbeck präsentiert. In den letzten 26 Jahren geschah dies unter der Federführung von Ausstellungsplaner Gerd Weggel, dem die Galerie ihr Profil zu verdanken hat. Ab 2023 verantwortet Luisa Schlotterbeck das Ausstellungsprogramm, die seit November 2021 an der Seite von Gerd Weggel arbeitet und  die künstlerische Leitung des Vereins übernommen hat. Dabei fokussiert sich die Galerie auf die Realisierung von Einzel- und Gruppenausstellungen etablierter zeitgenössischer Kunst sowie auf die Förderung hoffnungsvoller Talente.

Suchen, versuchen, sich auf den Weg machen, verändern – diese Attribute kennzeichnen das Konzept in den neuen Galerieräumen Gladbecks.

Die Gladbeck Editionen

Zu jeder der vier temporären Ausstellungen erscheint eine von den Künstler*innen  exklusiv für Gladbeck gefertigte Edition. Während unserer Öffnungszeiten (in der Ausstellungszeit, Mi.-So. 15-20 Uhr) können Sie diese erwerben.

Sponsoren

Die Neue Galerie Gladbeck e.V. bedankt sich für die freundliche Unterstützung bei unseren Sponsoren. Um dem Prinzip der Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen, ist der Galerieverein auch in Zukunft auf Sponsoren für unsere Ausstellungen angewiesen.

Wenn Sie uns unterstützen wollen, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Jetzt unterstützen

“Im Bereich der Gegenwartskunst eine echte Perle.“

Simone Sondermann DIE ZEIT, 2017

“Mit avancierten Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst hat die Galerie auch außerhalb der Stadtgrenzen für Aufmerksamkeit gesorgt (...)“

Christiane Hoffmans DIE WELT, 2014